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Verlegung von „Stolpersteinen“ im Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

Am Mittwoch 11. Oktober wurden in Tuttlingen 17 weitere sogenannte „Stolpersteine“ vor den Wohnhäusern von Opfern des Nationalsozialismus verlegt. OHG-Schüler verlasen die Biographien der Menschen.

Rund 61 000 sogenannte „Stolpersteine“ hat Gunter Demnig seit 1992 in 22 Ländern schon verlegt, um damit an die Opfer des NS-Regimes zu gedenken […]. Seit Mittwoch sind es 17 mehr. Diese ließ der Kölner Künstler an fünf Stationen in Tuttlingen in den Boden ein. Die ersten sechs vor dem Haus an der Nendinger Allee 9, in dem früher die Familie Fröhlich lebte, die 1938 vor den Nationalsozialisten nach Palästina floh. Sohn Walter Fröhlich, der sich später in Amos umbenannte und vor zwei Jahren für sein Engagement im christlich-jüdischen Dialog in Tuttlingen das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, war dafür extra aus Israel angereist. Oberbürgermeister Michael Beck sprach von „einer besonderen Form des Gedenkens“. Er freue sich, dass die Schüler des Otto-Hahn-Gymnasium an der Gestaltung der Verlegung beteiligt seien, indem sie die rund 80 Zuhörer über die Schicksale der Menschen informierten. „Es ist wichtig, dass sich gerade junge Menschen mit unserer Geschichte auseinandersetzen.“ Denn das Schlimmste sei das Nicht-Wissen.

Auch RegioTV Bodensee berichtete über die Verlegung der Stolpersteine in Tuttlingen. Den Beitrag können Sie hier ansehen:
www.regio-tv.de/video_titel,-Kuenstler-verlegt-Stolpersteine-in-Tuttlingen-_vidid,130966.html

(Text: Anja Schuster)